Erfolgreicher Start für IFA in Ingolstadt
Ingolstadt/München. Das Projekt IFA – Internationale Frauen für den Arbeitsmarkt – des Frauenfachverbandes IN VIA Bayern läuft seit knapp fünf Monaten in Ingolstadt und kann bereits erste Erfolge vorweisen. Davon überzeugten sich am Freitag, 30. Januar, gleich drei Landtagsabgeordnete im Stadtteiltreff Piusviertel: der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Karl Straub sowie die Abgeordneten Petra Guttenberger und Alfred Grob. Auch die Stadt Ingolstadt war prominent vertreten – unter anderem mit Isfried Fischer, Referent für Soziales, Jugend und Gesundheit sowie Karl Hofmann, Leiter der Stabstelle Integrierte Sozialplanung und Quartiersentwicklung.
„Durch IFA habe ich Hoffnung, Orientierung – und ich weiß, ich bin nicht allein.“ Mit diesen Worten beschrieb eine der Teilnehmerinnen, was das Projekt für sie ausmacht. Denn hochqualifizierte Migrantinnen wie sie haben es bei der Jobsuche oft schwer. „IFA weiß um das große Potenzial dieser Frauen für den deutschen Arbeitsmarkt. Gleichzeitig ist uns klar, dass der Weg dorthin Ausdauer und Resilienz braucht – und den starken Zusammenhalt in der Gruppe“, sagt Projektleiterin Ingrid von Schiller.
Dass es mit der richtigen Unterstützung gelingen kann, zeigt eine erste Bilanz: Von 23 Teilnehmerinnen aus 18 Ländern haben bereits zwei eine qualifikationsgerechte Arbeitsstelle gefunden, zwei weitere haben sich selbstständig gemacht. Und auch sprachlich zeigen sich große Fortschritte.
Für diese Erfolge und die Motivation der Teilnehmerinnen zollten die Gäste aus München und Ingolstadt große Anerkennung. „Sie werden mit unterschiedlichsten Herausforderungen fertig. Ich kann nur den Hut vor Ihnen ziehen. Ingolstadt braucht Sie – und ich komme gerne wieder“, sagte Integrationsbeauftragter Karl Straub, der bereits beim Startschuss des Projekts im September vor Ort war. Und Petra Guttenberger, Vorsitzende des Integrationsausschusses im Landtag, unterstrich: „Dieses Projekt lebt vom Engagement der Teilnehmerinnen – und vom gegenseitigen Austausch. Genau das macht es so stark.“ Für Landtagsabgeordneten Alfred Grob war klar: „Sie sind lebende Beispiele dafür, dass Integration gelingen kann. Ich habe großen Respekt vor Ihnen.“
In der ersten Projektphase standen Bewerbungscoaching, Kompetenzanalyse und berufsbezogene Workshops im Mittelpunkt. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt zudem auf der Anerkennung ausländischer Abschlüsse: 13 Teilnehmerinnen haben diese bereits erreicht. Nun folgen individuelles Coaching, Mentoring und Round Tables mit regionalen Arbeitgebern. Unternehmen aus Ingolstadt und der Region 10 sind eingeladen, die Teilnehmerinnen kennenzulernen.
„Wer ihre Kompetenzen erkennt, gewinnt – menschlich wie wirtschaftlich“, so von Schiller. Die Frauen würden schließlich nicht nur Fachwissen und internationale Berufserfahrung mitbringen, sondern auch hohe Lernbereitschaft, Anpassungsfähigkeit und Motivation. Das Projekt arbeitet eng mit regionalen Partnern wie der Agentur für Arbeit und Migrationsberatungsstellen zusammen.
„Wir wissen aus Erfahrung, dass Migrantinnen häufig unterhalb ihrer Qualifikation arbeiten“, sagt Rita Schulz, geschäftsführende Vorständin von IN VIA Bayern. „IFA ermutigt die Frauen, dranzubleiben, ihre Kompetenzen sichtbar zu machen und passende berufliche Perspektiven zu entwickeln.“ Zum Abschluss der Veranstaltung sprach Dr. Marina Jaciuk über das Thema „Was wir mitbringen: Migrationserfahrung und Kulturkompetenz im Berufsalltag“. Dr. Jaciuk leitete für IN VIA Bayern e.V. das preisgekrönte MumM!-Projekt, aus dem IFA hervorgegangen ist.
Das vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales geförderte Projekt ruht auf drei Säulen: Wissen über Arbeitsmarkt und Kultur, Netzwerkaufbau sowie individuelles Coaching.
Aktuell wird zudem ein Antrag beim Arbeitsmarktfonds vorbereitet, um IFA auch über November 2026 hinaus fortführen zu können.
Weitere Informationen und Einblicke gibt es auf Instagram unter @int_frauen_arbeitsmarkt oder direkt bei Ingrid von Schiller,
Ende (Text Annette Bieber/IN VIA Bayern)